28.11.2012 (Kommentare: 0)

Kollektive Intelligenz bei der Autoentwicklung

 

Die Entwicklungskosten neuer Automodelle werden von den Herstellern meist in Miiliardenbeträgen beziffert. Dass neue Autoentwürfe nicht zwingend ein Produkt der Autoindustrie sein müssen, beweist "Local Motors", ein 2008 gegründetes US-Unternehmen. Mehrere tausend Auto-Enthusiasten entwickeln ko-kreativ im Internet mit und für "Local Motors" neue Modelle.

Dabei bleibt es nicht bei der reinen Entwicklung. Das erste, von der Community als Favorit gekürte und zur Serienreife entwickelte Modell, der "Rallye Fighter" wird von "Local Motors" auch gebaut. Durch die Verwendung frei am Markt erhältlicher Teile sinkt der Produktionsaufwand. Bei höheren Stückzahlen kann sich Jay Rogers, der Gründer von "Local Motors", auch eine Dezentralisierung der Produktion vorstellen. Dann würden lokale Werkstätten die Endfertigung und Individualisierung der Fahrzeuge übernehmen.

Mehrere zehntausend Ideen und Entwürfe hat diese Stakeholder-Community mittlerweile zusammengetragen. Darauf sind auch andere Unternehmen aufmerksam geworden. Vermutlich als zweites Standbein bietet "Local Motors" diesen den Zugang zu seiner Community. Der Pizzaservice Domino´s startet gerade die zweite Phase eines Wettbewerbs für ein neues Lieferfahrzeug. Unter dem Motto "The Future of Doing Good" geht BMW mit seiner BMW Urban Driving Experience Challenge ebenfalls in die zweite Phase. Die erste Wettbewerbsphase unter dem Motto "Sharing is Caring" hatte gut 400 ausgearbeitete Vorschläge generiert. Das zum Sieger gekürte Konzept "Reward me" ist ein interessantes Belohnungssystem für das Autoteilen zu verschiedensten Zwecken und bietet einen guten Eindruck von der Qualität der hier gewonnenen Ideen.


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