19.04.2011 (Kommentare: 0)

Im Dialog zum Wissen

In einem gelungenen Dialog öffnen sich die Teilnehmer für die Perspektiven der anderen. Der eigene Blickwinkel erweitert sich. Neue Aspekte können dem Weltbild hinzugefügt werden. Die Komplexität und Vielschichtigkeit von Herausforderungen wird umfassender wahrgenommen. 

Innerhalb von Unternehmen und Organisationen können Dialogprozesse einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Wissensmanagement leisten. Wie Oliver Lehnert, Chefredakteur der Fachzeitschrift "Wissensmanagement", konstatierte: „Wissen vermehrt sich schließlich vor allem durch den Austausch mit anderen.” 
 
Im täglichen Miteinander schränken viele Haltungen und Verhaltensweisen die Wissensschöpfung ein: die Gleichsetzung der eigenen Meinung mit Wissen, persönliche Vorbehalte gegenüber anderen oder Machtansprüche und Statusdenken. Diesen Phänomenen begegnen wir überall, in hierarchischen Organisationen ebenso wie in demokratisch verfassten Institutionen. Sie schränken die Fähigkeiten jedes betroffenen Systems ein, „vor seinem Wissenshorizont und mit der Zielstellung der Selbsterhaltung – sinnvoll und bewusst auf Reize zu reagieren.” 

In diesem Sinn stärkt Dialog die Selbsterhaltungsfähigkeit von Systemen: Mit einer gemeinsam entwickelten umfassenderen Sicht auf Herausforderungen können Stakeholder eines Systems sinnvoller und bewusster reagieren. Im Beispiel des Dialogprozesses für die neue Kommunikation des ASB ist dies unserer Meinung nach gelungen. Wo und wie sich in diesem Prozess die Wissensbasis der Organisation vergrößert hat, wird in diesem Beitrag beschrieben: Im Dialog zum Wissen – Aspekte des Dialogs 2


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