06.11.2013 (Kommentare: 0)

Change in Mannheims Verwaltung

Als Kölner haben wir wahrscheinlich ein besonders großes Bedürfnis nach einer Verwaltung, die sich aktiv dem Wandel stellt. In Mannheim scheint es eine solche Verwaltung zu geben. Angestoßen von ihrem Bürgermeister Peter Kurz ist in Mannheims Exekutive ein tiefgreifender Veränderungsprozess in Gang: „Unter dem Namen „CHANGE2 – Wandel im Quadrat“ startete 2008 ein mehrdimensionales, auf sechs Jahre angelegtes Reformprogramm, das Mannheim bis 2013 zu einer der modernsten Verwaltungen Deutschlands machen sollte. Der Fokus des Reformansatzes war von Anfang an klar: Weg vom Denken in Organisationsstrukturen und hin zu einem Verwaltungshandeln, das sich vor allem an Ergebnissen und Wirkungen ausrichtet."

 
Was bedeutet das für die Haushaltspolitik? Dazu ist gerade eine Broschüre erschienen, die die Grundsätze der Haushaltsaufstellung beschreibt: „Das Modell Mannheim". Das Prinzip lautet darin: „Alles, was angepackt wird, muss vom Ergebnis her gedacht und nicht einfach als laufende Aufgabe verstanden werden.” Sieben strategische Ziele wurden formuliert, auf die das Verwaltungshandeln einzahlen soll und auf die sich die Haushaltsplanung bezieht. Lesenswert! Hier können Sie diese Broschüre aufrufen
 
Wie wichtig bei einem solchen Prozess der Kulturwandel hin zu einem dialogisch orientierten Miteinander ist, lässt schon der Claim von CHANGE2 erkennen: „Gemeinsam mehr bewirken". Dieses Miteinander soll alle Stakeholder-Gruppen der Stadt erfassen: „Dabei stehen die demokratischen Prozesse im Gemeinderat, die Förderung von Beteiligungsmodellen für die Bürgerschaft sowie Partnerschaften mit Hochschulen und der Wirtschaft im Mittelpunkt. Nicht nur innerhalb der Stadtverwaltung, sondern auch bei der Zusammenarbeit mit allen Partnern jenseits der Verwaltung lautet das Motto des Programms 'gemeinsam mehr bewirken'.”
  
Mittlerweile ist zu dem CHANGE2-Prozess auch ein Buch erschienen und von der Verwaltung eine ausführliche Dokumentation im Internet veröffentlicht worden. Noch in diesem Herbst soll diese Dokumentation um eine Evaluation der Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer ergänzt werden, auf die wir schon jetzt gespannt sind. 


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